Beiträge getaggt mit spinnen

Samojedenwolle

Auf einem Adventmarkt im letzten Jahr wurde ich angesprochen, ob ich auch Hundehaare verspinnen würde….nunja, Hundehaare….ganz was anderes als die feinen Fasern, die ich sonst so durch die Finger gleiten lasse….und dann der Geruch….eigentlich nicht….aber probiert hatte ich es auch noch nicht.
Die Neugier hat dann doch gesiegt – erst recht als ich erfuhr, dass es sich um Samojedenwolle handeln würde. Ich sagte also zu, wollte einen Versuch wagen und so kam ich vom Markt mit einem Sackerl ausgekämmter Samojeden-Unterwolle nach Hause.

Ein Probesträngchen war relativ rasch kardiert, gesponnen und verzwirnt, allerdings war mein erster Versuchsfaden recht dünn und nicht grad kuschelig weich….und mein Enthusiasmus war erstmal dahin.

Einige Auftragsspinnereien waren zu erledigen, Wolle und Kammzüge warteten auf’s Färben und ein bisserl Alpaka sollte ich auch noch fertig verzwirnen – alles Mögliche wurde vorgezogen, die Hundehaare hatte ich aber immer im Hinterkopf – gepaart mit einem schlechten Gewissen, denn die Hundebesitzerin wollte ja auch mal Ergebnisse sehen….
Und so hab ich mich endlich drangemacht, die Unterwolle zu kardieren – mit tatkräftiger Unterstützung meines Mannes….und des Akkuschraubers 🙂

samojedenwolle
Damit ging’s natürlich ratzfatz und nach 3 Kardierdurchgängen pro „Walzenfüllung“ hatten wir 5 herrlich weiche und fluffige Batts produziert

samojedenwolle kardiert

Das Spinnen ging nicht ganz so fix – einen gleichmäßig dicken Singlefaden mit nicht allzu viel Drall zu spinnen fällt mir auf der 2fädigen Elizabeth immer noch schwer.
Aber ich hab tapfer durchgehalten und finde, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen 🙂

samojedenwolle gesponnen1

samojedenwolle gesponnen

Die Wolle ist schön weich und kuschelig geworden und mit einer ca. LL von 280m/100g bin ich zwar noch nicht ganz dort, wo ich hin möchte (250m/100g), aber jedenfalls auf einem guten Weg 🙂

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Shopupdate

Shopupdate 22016

Heute gab es ein kleines Shopupdate.

Etwas Spinnfutter in Form von Merino/Nylon- und Polwarth/Tencel/Seacell-Kammzüge sind in den DaWanda-Shop gewandert und erstmals auch Färbungen auf der Trekking Tweed von Zitron.

Ich wünsch Euch viel Spaß beim Stöbern! 😉

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Kuschelfasern vom Feinsten

Alpakas Inzersdorf

Ich bin ja in der glücklichen Lage, einen Alpakazüchter im nächsten Ort zu haben, der es mir ermöglicht, den Weg der Kuschelfasern vom Tier bis auf die Stricknadeln live mitzuerleben.

Nach der letzten Schur hab ich mir u.a. den 1. Schnitt von „Benett“ mit nach Hause genommen. Das Vlies war bereits „grob vorgereinigt“, was in dem Fall hieß, dass man die Wolle direkt aus dem Sack verspinnen konnte, so gründlich ausgepflückt war die!

Benett1  Benett2

Ich hab einen Großteil der Wolle dennoch kardiert, weil das Spinnen dann einfach viel leichter fällt und sich die unterschiedlichen Farbnuancen auch schöner und gleichmäßiger mischen.

So sahen die Wölkchen nach 3 Kardierdurchgängen aus:
Benett3
Anfangs hatte ich beim Kardieren den Fehler gemacht, die Bürste am Kardentier zu lassen um die Fasern schön anzudrücken. Allerdings sind die Alpaka-Fasern so wahnsinnig fein, dass ich mir dadurch nur unzählige Knötchen reinkardiert habe.
Man lernt eben nie aus 🙂

Benett4
Ein Single-Faden auf der Spule

und 2fädig verzwirnt
Benett5

Einfach nur herrlich kuschelig weich! 🙂

Und nachdem die gut 20 Tiere des Züchters über ein wunderschönes Farbspektrum an Naturfarben verfügen, arbeite ich mich da schön langsam durch.
Aktuell hab ich die Schur von „Euphoria“ (das ganz dunkelbraune Tier ganz hinten im Bild) am Kardiergerät und am Spinnrad.

Einen angenehmen Wochenstart wünsche ich Euch!

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etwas Farbe zwischendurch

recht lange mussten die beiden Singles auf den Spulen warten, bis ich mich endlich zum Zwirnen entschlossen hab.

2fädig durfte es sein, um die Farben schön durchzumischen und das Ergebnis gefällt mir unheimlich gut

Am Anfang war der Kammzug:

„Funnies to spin“ von dibadu
Merino Seide No. 10
(70% Merino/30% Tussahseide)

und dann mein Ergebnis:
105 g mit einer ca. LL von 360m/100g

Der Kammzug ließ sich ganz wunderbar verspinnen und ich musste mich zeitweise ganz schön beherrschen, um nicht wieder allzu dünn auszuziehen.

Am liebsten würd ich ja gleich anstricken, aber irgendwie fehlt mir dafür grad das passende Projekt
(und noch mind.  ein paar Hände, die in der Zwischenzeit die angehäuften UFOs beenden)

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endlich Alpacawolle in weich

Bisher hatte ich ja immer so meine Probleme mit dem Spinnen von Alpacawolle aus dem Kammzug….
Beim dünnen Ausspinnen und anschließendem navajo-zwirnen war das Ergebnis: Paketschnur, unkaputtbar und alles andere als enspannt

Gut, weniger Drall auf den Single, lockerer verzwirnen – Ergebnis: neues Katzenspielzeug, denn zum Verstricken war der x-mal gerisse und wieder geflickte Faden nur mehr bedingt geeignet.

Diesmal hab ich mich bemüht langsam zu spinnen – gaaaaaaanz langsam zu treten (was mir auf dem 2fädigen Ashford Elizabeth wirklich seehr schwer fällt) und doch genug Drall in den Faden zu lassen, dass er beim Zwirnen nicht wieder auseinanderfällt.
Und siehe da – es hat gar nicht so schlecht geklappt 🙂

Mit dickeren Singles und 2fädigem Zwirnen schaff ich auch verstrickbare und herrlich weiche Alpacawolle 🙂

Der Strang hat knappe 190 g und eine ca. Lauflänge von 240 m/100 g
und daraus wird etwas Kuscheliges für den Hals.

Ich geh dann mal weiter üben, etwas dünner und trotzdem weich sollte auch machbar sein 😉

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die sind schuld….

dass ich jetzt auch uuunbedingt spinnen lernen muss
soooo süß und kuschelig – denen kann man einfach nicht widerstehen.



 

Wir machten gestern einen Familienausflug ins Alpakaland nach Tauplitz.
Ich träum ja schon lange von eigenen Alpakas, aber nachdem es bei uns massiv am Platz mangelt (obwohl so ein leiser Rasenmäher ja auch was für sich hätte *lach*) will ich zumindest deren Lockenpracht in strickbare Wolle verwandeln.
Ergo: ich muss spinnen lernen, auch wenn mein Mann der Meinung ist, dass ich das eh schon könnte….. 😉

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