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Samojedenwolle

Auf einem Adventmarkt im letzten Jahr wurde ich angesprochen, ob ich auch Hundehaare verspinnen würde….nunja, Hundehaare….ganz was anderes als die feinen Fasern, die ich sonst so durch die Finger gleiten lasse….und dann der Geruch….eigentlich nicht….aber probiert hatte ich es auch noch nicht.
Die Neugier hat dann doch gesiegt – erst recht als ich erfuhr, dass es sich um Samojedenwolle handeln würde. Ich sagte also zu, wollte einen Versuch wagen und so kam ich vom Markt mit einem Sackerl ausgekämmter Samojeden-Unterwolle nach Hause.

Ein Probesträngchen war relativ rasch kardiert, gesponnen und verzwirnt, allerdings war mein erster Versuchsfaden recht dünn und nicht grad kuschelig weich….und mein Enthusiasmus war erstmal dahin.

Einige Auftragsspinnereien waren zu erledigen, Wolle und Kammzüge warteten auf’s Färben und ein bisserl Alpaka sollte ich auch noch fertig verzwirnen – alles Mögliche wurde vorgezogen, die Hundehaare hatte ich aber immer im Hinterkopf – gepaart mit einem schlechten Gewissen, denn die Hundebesitzerin wollte ja auch mal Ergebnisse sehen….
Und so hab ich mich endlich drangemacht, die Unterwolle zu kardieren – mit tatkräftiger Unterstützung meines Mannes….und des Akkuschraubers 🙂

samojedenwolle
Damit ging’s natürlich ratzfatz und nach 3 Kardierdurchgängen pro „Walzenfüllung“ hatten wir 5 herrlich weiche und fluffige Batts produziert

samojedenwolle kardiert

Das Spinnen ging nicht ganz so fix – einen gleichmäßig dicken Singlefaden mit nicht allzu viel Drall zu spinnen fällt mir auf der 2fädigen Elizabeth immer noch schwer.
Aber ich hab tapfer durchgehalten und finde, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen 🙂

samojedenwolle gesponnen1

samojedenwolle gesponnen

Die Wolle ist schön weich und kuschelig geworden und mit einer ca. LL von 280m/100g bin ich zwar noch nicht ganz dort, wo ich hin möchte (250m/100g), aber jedenfalls auf einem guten Weg 🙂

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Kuschelfasern vom Feinsten

Alpakas Inzersdorf

Ich bin ja in der glücklichen Lage, einen Alpakazüchter im nächsten Ort zu haben, der es mir ermöglicht, den Weg der Kuschelfasern vom Tier bis auf die Stricknadeln live mitzuerleben.

Nach der letzten Schur hab ich mir u.a. den 1. Schnitt von „Benett“ mit nach Hause genommen. Das Vlies war bereits „grob vorgereinigt“, was in dem Fall hieß, dass man die Wolle direkt aus dem Sack verspinnen konnte, so gründlich ausgepflückt war die!

Benett1  Benett2

Ich hab einen Großteil der Wolle dennoch kardiert, weil das Spinnen dann einfach viel leichter fällt und sich die unterschiedlichen Farbnuancen auch schöner und gleichmäßiger mischen.

So sahen die Wölkchen nach 3 Kardierdurchgängen aus:
Benett3
Anfangs hatte ich beim Kardieren den Fehler gemacht, die Bürste am Kardentier zu lassen um die Fasern schön anzudrücken. Allerdings sind die Alpaka-Fasern so wahnsinnig fein, dass ich mir dadurch nur unzählige Knötchen reinkardiert habe.
Man lernt eben nie aus 🙂

Benett4
Ein Single-Faden auf der Spule

und 2fädig verzwirnt
Benett5

Einfach nur herrlich kuschelig weich! 🙂

Und nachdem die gut 20 Tiere des Züchters über ein wunderschönes Farbspektrum an Naturfarben verfügen, arbeite ich mich da schön langsam durch.
Aktuell hab ich die Schur von „Euphoria“ (das ganz dunkelbraune Tier ganz hinten im Bild) am Kardiergerät und am Spinnrad.

Einen angenehmen Wochenstart wünsche ich Euch!

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fertig gesponnen

hab ich mittlerweile die Merino/Seiden-Fasern in Blautönen
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Das kuschelige „Strängelchen“ wiegt 193g und durchs 3fache Verzwirnen bin ich auf eine Lauflänge von rund 210m/100g gekommen.
Gar nicht so schlecht für meine dünn-spinn-Verhältnisse 🙂

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Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Wolle der künftigen Besitzerin auch gefällt 😉

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das reinste Spinnvergnügen

war es mal wieder, die wunderbaren Fasern von Ginny ins Rad laufen zu lassen

Ich fand es herrlich, wie sich die Farben immer wieder gemischt haben

TaC1

und so ist das Garn nicht allzu bunt geworden

Aber schaut selbst 😉

TaC4

TaC11

Das war das „Ausgangsmaterial“

Town and Country

versponnen hab ich 110 g

und navajogezwirnt hat das Garn eine LL von ca. 350 m pro 100g

TaC10

Was daraus wird?

Ich hab zwar schon eine Idee, aber erstmal möchte ich noch den 2. Strang dieser Kuschelfasern verspinnen

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„Shades of Purple“

Die Merino/Tencel-Mischung (50/50) vom Wollschaf ließ sich so wunderbar verspinnen, dass es die reinste Freude war 🙂
Das Garn hat einen herrlich weichen Griff und einen traumhaften Glanz – ich bin ganz hin und weg 😉

Die 150g haben eine ca. LL. von 400m – navajogezwirnt, also etwa 270m/100g

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„Ranchero“

Der 2. Kammzug aus dem Überseepäckchen ist versponnen und verzwirnt und wartet jetzt auf das richtige Projekt – allerdings geht stricktechnisch grad nicht viel weiter bei mir….

100% Polwarth – schon länger eine meiner absoluten Lieblingsfasern

so unheimlich weich und kuschelig!


Die Farben sind bei den momentanen Lichtverhältnissen leider nicht wirklich originalgetreu einzufangen….


115 g Polwarth
LL. ca. 270m/100g
navajo-ply

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Seraphina

Die erste Hälfte des BFL/Nylon Gemisches hab ich versponnen

und verzwirnt mit einem Merino-Single in schwarz und dunkelbraun.

Das hochglänzende Nylon hat mir zu viel geglitzert, das kann man auf diesem Blitzfoto deutlicher sehen:

Der Strang hat ein Gewicht von 130g und eine LL. von ca. 340g/100m

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„Times Changing“

hab ich diesen Merino/Seide Kammzug genannt, weil’s grad zu meiner Färbestimmung gepasst hat – die Fasern sind mir etwas angefilzt und die Farbchangierung war so eigentlich auch nicht gewollt.
Das passiert eben, wenn man nicht 100%ig bei der Sache ist und eher „nebenher“ färbt 😉

Zum Überfärben hatte ich weder Zeit noch Lust und so ließ ich mich einfach überraschen, was draus wurde.
Und
ich find die Wolle schön so, wie sie geworden ist 🙂

„Times Changing“
80% Merino/20% Maulbeerseide
110 g – LL. ca. 330m/100g – navajo-ply

Und damit wünsch ich allen einen angenehmen Start ins Wochenende!

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„Sprout“

Es war reinstes Vergnügen, diesen herrlichen Polwarth-Kammzug von FatCatKnits zu verspinnen!
Die Fasern flutschten beinahe von selbst ins Rad, so fluffig war der Kammzug auch ohne ihn großartig vorbereiten zu müssen.

Und weil ich auch von den Farben absolut begeistert bin, gibts jetzt gleich noch ein paar Bilder 🙂

„Sprout“
FatCatKnits
100% Polwarth
116 g – LL. ca. 380m/100g – 2ply

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etwas Farbe zwischendurch

recht lange mussten die beiden Singles auf den Spulen warten, bis ich mich endlich zum Zwirnen entschlossen hab.

2fädig durfte es sein, um die Farben schön durchzumischen und das Ergebnis gefällt mir unheimlich gut

Am Anfang war der Kammzug:

„Funnies to spin“ von dibadu
Merino Seide No. 10
(70% Merino/30% Tussahseide)

und dann mein Ergebnis:
105 g mit einer ca. LL von 360m/100g

Der Kammzug ließ sich ganz wunderbar verspinnen und ich musste mich zeitweise ganz schön beherrschen, um nicht wieder allzu dünn auszuziehen.

Am liebsten würd ich ja gleich anstricken, aber irgendwie fehlt mir dafür grad das passende Projekt
(und noch mind.  ein paar Hände, die in der Zwischenzeit die angehäuften UFOs beenden)

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